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Ermittlungen zu Massen-Impfling auch in Sachsen-Anhalt

Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums impft einen Mann gegen Corona. / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Ein Mitarbeiter eines Impfzentrums impft einen Mann gegen Corona. / Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Der Mann, der sich in Sachsen zigfach gegen das Coronavirus hat impfen lassen, war offenbar nach dem gleichen Muster auch in Sachsen-Anhalt aktiv. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren sei «hier anhängig», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Magdeburg am Dienstag. Er sprach von einem «auffälligen Verhalten» und dutzenden Impfungen. Die Behörde warte auf weitere Verfahren gegen den Verdächtigen, um die Ermittlungen in einer Hand zu führen.

Der 61-Jährige hatte sich seit Sommer 2021 immer wieder in Sachsen impfen lassen, manchmal mehrfach täglich. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Leipzig erhielt er in Impfzentren mindestens 95 Spritzen. Zur Motivation des Mannes lägen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor, sagte ein Sprecher. Der Fall sei inzwischen an Magdeburg abgegeben, wo der Beschuldigte wohnt.

Als der «Massen-Impfling» Anfang März in Eilenburg (Nordsachsen) gestoppt wurde, hatte er Blanko- und auf andere Namen ausgefüllte Impfausweise bei sich. Ihm wird mehrfacher Betrug vorgeworfen, sagte der Magdeburger Oberstaatsanwalt. Es bestehe der Verdacht, dass der Mann Impfzertifikate verkaufte. «Die Ermittlungen werden noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.»

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