Die anhaltende Trockenheit hinterlässt weiter spürbare Auswirkungen in den Flüssen Spree und Schwarze Elster, die sogar teilweise ausgetrocknet ist. Zu dieser Einschätzung kommt die länderübergreifende Arbeitsgruppe «Extremsituation» mit Vertretern aus Berlin, Brandenburg und Sachsen. Trotz vereinzelter Niederschläge habe sich die Niedrigwassersituation nicht entspannt, teilten die Experten am Mittwoch mit.
Mit Wasserabgaben, vor allem aus den sächsischen Talsperren Bautzen und Quitzdorf sowie der Talsperre Spremberg in Brandenburg konnte der Abfluss in die Spree auf dem niedrigen Niveau von 1,5 Kubikmeter pro Sekunde gehalten werden. Normal sind im August 12,8 Kubikmeter pro Sekunde, wie die Arbeitsgruppe weiter mitteilte.
Damit die Spree aufgefüllt werden kann, wurde mit Sachsen eine Abgabe von 20 Millionen Kubikmetern Wasser für das gesamte Jahr vereinbart. Davon seien bereits 16,6 Millionen Kubikmeter abgegeben worden, hieß es. Mit den verbliebenen 3,4 Millionen Kubikmetern und den Wasserreserven in der Talsperre Spremberg könnten die Spreewasserstände bis voraussichtlich Ende September auf niedrigem Niveau gehalten werden.