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Görlitzer Forscher untersuchen Bodentiere im Klimawandel

Das große Krabbeln im Klimawandel: Wissenschaftler des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz beschäftigen sich auch mit Auswirkungen des Klimawandels auf Tiere wie Milben, Asseln oder Springschwänze. Vielen Bodentieren seien beispielsweise bei extremer Hitze Grenzen gesetzt, sagte die Biologin Ricarda Lehmitz. «Sie können nicht so ohne Weiteres ihren Lebensraum verlassen. Das hängt sehr von den einzelnen Arten ab. Manche sind sehr empfindlich und sterben schnell, andere können länger aushalten.» Einen Trend habe man schon ausgemacht. «Generalisten - also Bodentiere, die sich in verschiedenen Lebensräumen wohlfühlen - werden durch Klimawandel eher gestärkt. Spezialisten haben es schwer.»

Die Görlitzer Senckenberg-Forscher hoffen bei ihrer Arbeit auf das Mitwirken der Bevölkerung. Unlängst hat das Museum eine App für Bodentiere herausgebracht. Mit der Applikation «Bodentier hoch 4» lassen sich 260 heimische Doppelfüßer, Hundertfüßer und Landasseln per Tablet oder Smartphone ermitteln. Mit ihr kann man selbst zum Forscher werden. Die gewonnenen Daten sollen für Experten weltweit nutzbar sein. Nutzer können die kleinen Tiere bestimmen, fotografieren und der in Görlitz entwickelten Forschungsdatenbank «Edaphobase» melden. «Wir möchten die Bürger dafür sensibilisieren, dass es auch im Boden vielfältiges Leben gibt», betonte Lehmitz.

Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz

Bodentier hoch 4

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH