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Test für die Liga? VfB siegt ohne Kalajdzic und Sosa

Stuttgarts Spieler jubeln nach dem 0:1 Sieg. / Foto: Robert Michael/dpa
Stuttgarts Spieler jubeln nach dem 0:1 Sieg. / Foto: Robert Michael/dpa

Es könnte gut sein, dass der Auftakt im DFB-Pokal auch schon ein personeller Vorgriff auf die anstehende Saison in der Fußball-Bundesliga war. Schließlich gilt es noch immer als wahrscheinlich, dass der VfB Stuttgart neben dem zu Nottingham Forest gewechselten Mittelfeldspieler Orel Mangala auch den Torjäger Sasa Kalajdzic und den Linksverteidiger Borna Sosa in der aktuellen Transferperiode noch abgeben wird. Weil beide gerade angeschlagen sind, musste die Mannschaft beim 1:0 (1:0)-Sieg am Freitag beim Drittligisten Dynamo Dresden bereits ohne sie auskommen - und bewältigte die Aufgabe zwar mühsam, aber erfolgreich.

«Wir haben fighten müssen bis zum Ende, deshalb war es ein guter Auftakt. Das ist die Basis für jedes Pflichtspiel», sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo zur Leistung seiner Mannschaft, die nach der Gelb-Roten Karte für Abwehrchef Waldemar Anton (67. Minute) fast eine halbe Stunde in Unterzahl spielen musste. Dennoch müsse der VfB beim Bundesliga-Start am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) zu Hause gegen den Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig «sicher noch mal eine Schippe drauflegen», erklärte Matarazzo.

Drauflegen müssen die Schwaben offenbar auch noch etwas in ihrem Werben um Abwehrspieler Jakov Medic vom FC St. Pauli. Der VfB und der Innenverteidiger sollen sich über einen Wechsel laut «Stuttgarter Nachrichten» und «Stuttgarter Zeitung» einig sein, die Hamburger ein erstes Angebot aber abgelehnt und eine höhere Ablösesumme gefordert haben. Der Vertrag des 23-jährigen Kroaten läuft noch bis 2024.

In Dresden spielte beim VfB-Pflichtspieldebüt von Rechtsverteidiger Josha Vagnoman statt Sosa der Offensivmann Silas auf der linken Außenbahn. Im Angriff gab der nach einer Ausleihe von Schalke 04 zurückgekehrte Darko Churlinov neben Tiago Tomás den zweiten Stürmer - und erzielte in der ersten Halbzeit prompt den Siegtreffer (33.).

Doch auch beim nordmazedonischen Nationalspieler, der normalerweise im offensiven Mittelfeld spielt, ist trotz seiner guten Leistung nicht sicher, ob er tatsächlich in Stuttgart bleibt. Noch immer ist eine Rückkehr zum Bundesliga-Aufsteiger Schalke nicht ausgeschlossen. Das sei aber nicht der Plan, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat. Schließlich hat Churlinov in Dresden gezeigt, dass er wertvoll werden könnte für die Matarazzo-Elf, auch wenn Dynamo zwei Klassen unter den Stuttgartern spielt. Schon in der Saisonvorbereitung hatte der 22-Jährige einen guten Eindruck hinterlassen.

Der Spieler selbst wollte sich zu den Wechselgerüchten nicht äußern. «Ich bin beim VfB. Ich konzentriere mich momentan auf meinen Fußball», sagte er knapp. Mislintat war da gesprächiger: «Darko hat immer ganz klar gesagt, wenn Schalke das zu dem Zeitpunkt nicht finalisieren kann, ist er ganz klar Spieler des VfB.» Churlinov habe «definitiv Argumente gesammelt, um ein wichtiger Faktor für die Saison zu sein», erklärte Mislintat. «Darko tut uns mit seiner Energie als absoluter Mentalitätsspieler gut.»

Nach der durchwachsenen Leistung nach der Pause in Dresden werden sich die Stuttgarter gegen Pokalsieger Leipzig steigern müssen, um drei Punkte zu holen. Es kann gut sein, dass zumindest Kalajdzic dann wieder dabei ist. Vielleicht auch Sosa. Ein Weggang der beiden Stars ist dennoch nicht ausgeschlossen. Er würde dem Club Transfererlöse von wahrscheinlich mehr als 50 Millionen Euro bringen. Mislintat hat bereits angekündigt, dass der VfB eventuell noch einen weiteren Stürmer holen wird - unabhängig von einem Verbleib von Kalajdzic.

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