War das das neue Marsch-RB? Wenn ja, dann war am Freitagabend beim 4:0 von RB Leipzig gegen den als Spitzenreiter angereisten, über fast 90 Minuten aber überforderten VfB Stuttgart tatsächlich ein Titelanwärter zu sehen. «Es ist kein Marsch-Fußball, es ist RB-Fußball. Aber es ist der Saisonstart. Die Gruppe kann und wird sich noch weiterentwickeln. Mit unserer spielerischen und athletischen Qualität können wir künftig die Spiele mit viel Power spielen. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns», sagte Marsch.
Der US-Coach, der viel über Motivation und Psychologie regelt, hat sein Team nach der überraschenden Niederlage in Mainz offensichtlich gepackt. «Wir haben sehr viel geredet, vor allem über unsere taktische Ausrichtung. In der Mannschaft ist so eine gute Mentalität, jeder ist täglich für den anderen da. Das zeigt sich dann auch auf dem Platz», berichtete Marsch.
Als Beispiel nannte er die kleine Begebenheit vor dem Elfmetertor zum 4:0. «Ich hatte Emil Forsberg und André Silva als Elfmeter-Schützen benannt. Emil, der sein Tor gemacht hatte, hat sich den Ball geschnappt und ihn André gegeben, damit der endlich sein erstes Tor machen und richtig in unsere Mannschaft reinkommen kann. Das sagt alles über Emil, aber auch über die Mentalität dieser Mannschaft».