In der Warschauer Kabine hämmerten die Bässe zum neuen Ohrwurm «Leipzig on fire», auf dem Nachtflug in die Heimat ging die Party mit dem Geburtstag von Kapitän Willi Orban weiter. Die Laune bei RB Leipzig ist nach dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League mehr als prächtig. Zehn Spiele nacheinander ist das Team ungeschlagen, in Königsklasse sowie Pokal noch dabei und in der Fußball-Bundesliga auf dem Weg nach oben. «Qualität haben wir immer. Jetzt haben wir Mentalität, Leidenschaft und Einstellung auf dem Platz. Da kommt alles zusammen», sagte Spielmacher Emil Forsberg.
Den Auslöser für die Freisetzung der Extra-Prozente nannte der schwedische Nationalspieler auch gleich: «Das liegt viel am Trainer. Er ist gekommen, hat uns viel gepusht, nimmt uns jeden Tag im Training mit. Dann kommst du in Schwung und wir folgen ihm.» Als Marco Rose vor knapp zwei Monaten seine Stelle in Leipzig antrat, sah die Welt deutlich düsterer aus. Die Euphorie des Pokalsiegs war gnadenlos verpufft, Coach Domenico Tedesco hatte keine Lösungen mehr und musste gehen.