RB Leipzig hat im Kampf um einen Champions-League-Platz auch gegen Schlusslicht SC Paderborn zwei weitere Punkte leichtfertig verspielt. Der sich anbahnende Transfer von Nationalstürmer Timo Werner zum FC Chelsea und der 100-Millionen-Deal mit Geldgeber Red Bull überlagerten zudem den erneuten Rückschlag der Sachsen nach langer Unterzahl. Das 1:1 (1:0) war bereits das siebte Remis aus den letzten elf Spielen und die dritte Punkteteilung in einem Heimspiel nach der Corona-Pause.
Patrik Schick (27.) brachte den sächsischen Fußball-Bundesligisten am Samstag nach Vorlage von Werner in Führung. Nach einer Gelb-Roten Karte für Dayot Upamecano (44.) mussten die dezimierten Leipziger dann in der zweiten Halbzeit mehr arbeiten als gedacht. Christian Strohdiek schockte die Leipziger dann in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit dem Ausgleich und erhielt Paderborn die theoretische Restchance auf den Klassenverbleib.
Trotz der Warnung von Nagelsmann, «auch Paderborn kann uns Teile unserer Ziele nehmen», gab RB zunächst den Ton an. Mit dem wiedergenesenen Kevin Kampl hatte RB im Spielaufbau viel Tempo. Vorne wirbelten Werner und Schick nach klugen Pässen von Christopher Nkunku. Die RB-Führung verhinderte zunächst SC-Keeper Leopold Zingerle, der einen Schlenzer von Nkunku zur Ecke parierte. Dann war der auf der linken Seite davoneilende Werner (17.) zu egoistisch. Statt auf den frei stehenden Schick zu passen, lief sich der wechselwillige Stürmer fest. Zehn Minuten später legte er für Schick auf, der aus gut 14 Metern mit einem Flachschuss zur Führung traf.