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Friedrich kommt zur WM besser in Schwung

Francesco Friedrich winkt nach seinem zweiten Platz. / Foto: Robert Michael/dpa
Francesco Friedrich winkt nach seinem zweiten Platz. / Foto: Robert Michael/dpa

Sechs Tage vor dem WM-Start in St. Moritz ist Francesco Friedrich im Viererbob zu EM-Silber gerast. Wie schon in der Vorwoche siegte der Brite Brad Hall beim parallel ausgetragenen Weltcup-Rennen in Altenberg und holte sich den EM-Titel in der Königsklasse. Mit seiner Crew Thorsten Margis, Candy Bauer und Felix Straub hatte der zweimalige Doppel-Olympiasieger vom BSC Sachsen Oberbärenburg nur 0,09 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Briten. Johannes Lochner wurde Weltcup- und EM-Vierter.

«Brad Hall hat einfach Ausfahrt Kurve neun besser getroffen und nimmt so mehr Geschwindigkeit mit in den unteren Bahnteil», sagte Friedrich. Der mit einer Muskelverletzung gehandicapte Rekordweltmeister aus Sachsen wird dennoch immer schneller. In der Vorwoche waren es noch 52 Hundertstelsekunden Rückstand auf Hall. Doch mit Blick auf das Zweierbob-WM-Rennen am kommenden Wochenende im Schweizer Engadin will Friedrich nichts riskieren.

So musste er mit gequältem Lächeln mit anschauen, wie Johannes Lochner am Samstag den vierten Sieg hintereinander im Zweierbob einfuhr und Europameister wurde. «Die Siege auf der Bahn des Konkurrenten sind die allerbesten», meinte der Berchtesgadener und fügte an: «Der Franz wird spätestens in St. Moritz zurückschlagen. Das habe ich schon oft am eigenen Leibe erleben müssen.»

Friedrich will im Mekka des Bobsports eine Punktlandung hinlegen. «Die Richtung stimmt, nächste Woche ist entscheidend», sagte er nach Rang drei im kleinen Schlitten. Lochner kennt diese Spielchen: «Jetzt macht er ganz easy und ist trotzdem schnell. Wenn er wieder mitschiebt, dann ist es am Start eine ganz knappe Kiste, dann entscheiden ein paar Hundertstel in der Bahn.»

Bei den Frauen zeigte sich Laura Nolte mit gleich zwei EM-Titeln im Mono- und Zweierbob in bester WM-Form. Im Weltcup musste sie sich jeweils nur knapp Kaillie Humphries geschlagen geben, die seit Jahren auf der anspruchsvollen Piste im Osterzgebirge in einer eigenen Liga fährt. «Ich bin super zufrieden, Altenberg war noch nie meine allerbeste Bahn, doch ich freunde mich immer mehr damit an. Im zweiten Lauf waren wir sogar schneller als Kaillie», sagte Nolte, die mit Neele Schuten auch zwei Startbestzeiten hinlegte.

Kim Kalicki aus Wiesbaden leistete sich einige Patzer in der Bahn und holte mit Anabel Galander EM-Bronze. Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen verzichtete nach einem Sturz im Monobob auf das Rennen im größeren Schlitten.

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