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Dynamo unterliegt in Kiel: Klassenverbleib kaum noch möglich

18.06.2020 von

Foto: Dresdens Josef Husbauer (l) und Kiels Salih Özcan kämpfen um den Ball. Foto: Frank Molter/dpa

Die Patzer der Konkurrenz nicht genutzt: Schlusslicht Dynamo Dresden hat es verpasst den Anschluss an den Relegationsrang herzustellen. Das Team von Markus Kauczinski unterlag am Donnerstagabend auch bei Holstein Kiel mit 0:2 (0:1) und hat nur noch theoretische Chancen auf den Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga. Zwei Spieltage vor Schluss haben die Sachsen fünf Zähler Rückstand auf Tabellenplatz-16, der direkte Verbleib im Unterhaus ist nicht mehr möglich.

Emmanuel Iyoha (45.+1) und Lion Lauberbach (80.) hatten die Hausherren im Holstein-Stadion zum Sieg geschossen und sicherten den «Störchen» damit endgültig den Klassenverbleib. Dresden spielte ab der 39. Minute nur noch zu zehnt, weil Jannik Müller mit einer Gelb-Roten Karte vorzeitig den Platz verlassen musste. «Das Ding geht auf meine Kappe, ich muss da einfach wegbleiben. Das tut mir einfach nur leid für die Jungs, es war einfach nur dumm», erklärte der 26 Jahre alte Innenverteidiger nach der Partie.

Müller war einer von sechs Neuen, die Dynamo-Coach Kauczinski im Vergleich zur deutlichen Niederlage bei Arminia Bielefeld brachte. Die Wechsel machten sich zunächst bemerkbar, denn Dynamo begann deutlich aggressiver als am Montag und zeigte sich willens, die Chance auf den Klassenverbleib zu erhalten.

Schon früh hätten sie sich für diese couragierte Anfangsphase belohnen können. Doch Ondrej Petrak (10.) scheiterte mit seinem Abschluss von der Strafraumkante an Kiels Torwart Ioannis Gelios, nachdem er den Ball dort zuvor erobert hatte.

Pause die meisten Gegentore kassiert (13) und auch gegen den schwächsten Angriff der 2. Liga kam die Defensive ein ums andere Mal ins Schwimmen. Einzig es fehlte an der letzten Konsequenz und Präzision im Dresdner Angriffsspiel.

Zudem brauchte die Kauczinski-Elf auch kleinere Verschnaufpausen, die Kiel jedoch nicht wirklich für sich nutzen konnte. Nur einmal wurde es in den ersten 45 Minuten auf der Gegenseite wirklich brenzlig. Doch nach einem Kopfball von Hauke Wahl (20.) rettete Chris Löwe für seinen Torwart knapp vor der Linie.

Kurz vor der Pause traf es das Schlusslicht doch noch und gleich doppelt. Erst flog Müller nach einem unnötig harten Einsteigen an der Mittellinie vom Platz, nur sieben Minuten später traf Iyoha mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumkante unhaltbar für Torwart Kevin Broll zur Kieler Führung.

Nach dem Wiederanpfiff ging nicht mehr viel für die Gäste. Kiel kontrollierte die Partie und hätte die Führung durch Finn Porath (48.), Iyoha (50.) und Fabian Reese (70.) ausbauen können. Der eingewechselte Lauberbach sorgte letztlich nach einem Konter für die Entscheidung. «Wir haben es versucht, aber am Ende hat es in Unterzahl einfach nicht gereicht. Wir sind einfach durchgenudelt», sagte Kauczinski beim Pay-TV-Sender Sky.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Dresdens Josef Husbauer (l) und Kiels Salih Özcan kämpfen um den Ball. Foto: Frank Molter/dpa

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