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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Dresden mit Frust in Pause, Hoffnungsschimmer in Aue

Dynamos Manuel Schäffler (3.v.l.), Tim Knipping (4.v.l.) und Jakob Lewald (2.v.r) gegen Zwickaus Leonhard von Schroetter (2.v.l.). (zu dpa: «Dynamo nur 0:0 im Sachsenderby gegen Zwickau») / Foto: Robert Michael/dpa/
Dynamos Manuel Schäffler (3.v.l.), Tim Knipping (4.v.l.) und Jakob Lewald (2.v.r) gegen Zwickaus Leonhard von Schroetter (2.v.l.). (zu dpa: «Dynamo nur 0:0 im Sachsenderby gegen Zwickau») / Foto: Robert Michael/dpa/

Dresdner Frust: Auch im letzten Ligaspiel vor der Winterpause gelang Dynamo Dresden kein Sieg. Im Sachsen-Derby gab es vor eigenem Publikum ein enttäuschendes 0:0 gegen den FSV Zwickau. Seit sechs Spielen wartet das Team auf einen Dreier. Der Aufstiegsfavorit steckt im Tabellenmittelfeld fest und hat nun schon einen erheblichen Rückstand auf die Aufstiegsränge.

Von den Rängen im Rudolf-Harbig-Stadion gab es Ärger und Pfiffe für die Mannschaft und Trainer Markus Anfang. «Wir müssen uns an die eigene Nase packen. Wir brauchen nicht auf andere zeigen, wir müssen auf uns selber zeigen», sagte ein sichtlich frustrierter Anfang nach der Partie bei Magentasport. Wieder ließ das Team viele gute Gelegenheiten aus.

Dazu sorgte eine knifflige Situation im Strafraum für Frust. Dynamo sah sich um einen Elfmeter gebracht. «Wenn im Strafraum ein Foul gemacht wird, brauchst du dann auch mal den Pfiff, um in Führung zu gehen. Das war heute zum wiederholten Mal nicht der Fall und das ist dann natürlich super ärgerlich», sagte Sportgeschäftsführer Ralf Becker.

Diskussionen über Anfang erteilte er erneut eine Absage. «Wir haben einen sehr guten Trainer, aber wir haben gerade Probleme, dass auf den Platz zu bringen, was wir uns grundsätzlich vorstellen. Aber wir werden das gemeinsam angehen», sagte er.

Zwickauer Stolz: Bei den Gästen aus Zwickau hielt Trainer Joe Enochs nach der Partie eine emotionale Ansprache an die Mannschaft. «Hut ab vor der Mannschaft, was sie heute auf den Platz bringen konnte in so kurzer Zeit. Drei Spiele in sechs Tagen, zwei davon auswärts. Das ist schon enorm. Ich bin sehr, sehr stolz», sagte er bei Magentasport. Vier Punkte holte sein Team.

Gegen Dresden hatte die Mannschaft auch gute Gelegenheiten für den Sieg. «Wir hatten gerade in der ersten Halbzeit die besseren Chancen», sagte Enochs. «Wir haben nicht nur verteidigt.» Trotz des Aufschwungs in den letzten Spielen geht Zwickau nur knapp über der Abstiegszone in die Liga-Pause. «Die letzten Wochen haben mich sehr positiv gestimmt», sagte der Trainer. «Wenn wir weiter so spielen, werden wir unsere Punkte sammeln und unsere Siege einfahren.»

Versöhnlicher Abschluss in Aue: Auf einem Abstiegsplatz überwintert der FC Erzgebirge Aue. Doch im letzten Ligaspiel gab es immerhin einen versöhnlichen Abschluss. 1:0 gewann das Team am Freitag bei Borussia Dortmund II. Marco Schikora erzielte 20 Sekunden nach Anpfiff der zweiten Halbzeit die verdiente Gästeführung. «Für uns war der Sieg immens wichtig, ein Überlebenszeichen. Wir wollten den Fans einen Auswärtssieg schenken. Wenn man einen Blick auf die Tabelle wirft, dann war es höchste Eisenbahn», sagte Mittelfeldspieler Ulrich Taffertshofer bei Magentasport.

Am Samstag endete auf der Mitgliederversammlung beim Club dann offiziell die Ära von Präsident Helge Leonhardt, der im September zurückgetreten war. Roland Frötschner ist neuer Präsident des Drittligisten. «Wir wollen eine Wende herbeiführen», sagte Frötschner. «Es gibt ein Ziel: Klassenerhalt 3. Liga, Punkt.» Auch finanziell steht dem Club viel Arbeit bevor. Es fehle rund eine Million Euro, sagte der Unternehmer. Leonhardts Bruder Uwe wurde am Samstag nicht in den Aufsichtsrat gewählt.

Enttäuschung beim Halleschen FC: Der HFC verabschiedete sich mit einer Niederlage in die WM-Spielpause. Die Mannschaft von Trainer André Meyer unterlag dem 1. FC Saarbrücken mit 1:2 (0:0). Die Gäste entschieden mit einem Doppelschlag durch Adriano Grimaldi (74.) und Bone Uaferro (76.) die Partie. Dominik Steczyk (79.) gelang nur noch der Anschlusstreffer. Zu diesem Zeitpunkt standen die Gastgeber nur noch mit zehn Spielern auf dem Feld. Niklas Landgraf hatte von Schiedsrichter Jonas Brombacher aus Kandern in der 61. Minute die Gelb-Rote-Karte gesehen. In der Tabelle steht Halle nur wegen der besseren Tordifferenz vor Zwickau.

«Wir sind schon enttäuscht, dass wir vor eigenem Publikum zum Jahresabschluss nichts mitnehmen konnten. Über 90 Minuten gesehen ist der Saarbrücker Sieg nicht unverdient», sagte Meyer. Der Platzverweis sorgte bei ihm aber für großen Ärger: «Der Spieler hat sich vom Unparteiischen weggedreht, hat auf dem Boden gekniet, aber kein Wort gesagt und wird dafür verwarnt. Emotionen gehören zum Fußball dazu. Wenn die nicht mehr sein dürfen, können wir den Laden dicht machen.»

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