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Aue vor Dresden-Spiel wieder mächtig unter Druck

Ein Fußball liegt auf dem Spielfeld. / Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild
Ein Fußball liegt auf dem Spielfeld. / Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

Die Bäume wachsen auch unter Teamchef Marc Hensel für den FC Erzgebirge Aue nicht in den Himmel. Zwei Niederlagen am Stück bedeuten für die Veilchen wieder Druck im Kampf um den Klassenverbleib. Und nun kommt es zum Sachsen-Duell.

Der Glauben an sich war beim FC Erzgebirge Aue nach vier Spielen ohne Niederlage wohl zu groß. Zwei ausgewiesen starke Teams wie der SV Darmstadt 98 und Werder Bremen reichten, um die Mannschaft von Teamchef Marc Hensel wieder zu erden. 1:3 daheim, 0:4 auswärts - im Erzgebirge weiß man wieder, wo man steht. «Die Liga ist brutal und jeder Fehler wird brutal bestraft», analysierte der in Bremen gesperrte Hensel die Pleite an der Weser und betonte: «Wir sind eine Truppe, die jeden Tag dazulernen, sich jeden Tag verbessern muss.»

Wahrscheinlich waren die Erwartungen an sich zu groß. Man hatte bei den Auern mit Werder einen Gegner erwartet, der durch die Aufregungen um den Trainerwechsel verunsichert auflaufen würde. «Wir hatten uns einiges vorgenommen, dachten schon, dass wir Werder in Verlegenheit bringen könnten», bestätigte Sportchef Pavel Dotchev. Zwei schnelle Gegentreffer zu Beginn beider Halbzeiten brachten den FC Erzgebirge aber völlig aus dem Konzept. «Wir haben zu viele kleine Fehler gemacht, das waren nur Lappalien wie Wegrutschen, aber die darf man sich nicht leisten», sagte Hensel.

Damit stehen die Veilchen eine Woche vor dem Sachsen-Duell mit Dynamo Dresden wieder dort, wo sie vor ein paar Wochen bereits waren: mächtig unter Druck. «Wir brauchen uns die Augen auch nicht zu verkleistern. Wir müssen diesen hundertprozentigen Druck aushalten, er muss uns wieder so beflügeln, wie er das schon mal getan hat. Jetzt zählen wieder nur Punkte, um bis Weihnachten vielleicht weiter über dem Strich zu stehen», sagte der Teamchef.

«Wir hatten eine Phase in den vergangenen Wochen, als es gut lief und es auch von außen ein sehr gutes Echo gab. Wichtig ist es in so einer Situation, genauso wie jetzt nach zwei Niederlagen am Stück, dass man einen gesunden Mittelweg fährt und nicht durchdreht und jetzt alles schlechtredet», forderte Torhüter und Kapitän Martin Männel. Gerade das anstehende Derby habe große Bedeutung. «Das ist für jeden von uns, aber auch für die Fans, sehr bedeutsam», sagte der Keeper und forderte vollste Konzentration bei der Vorbereitung.

Hensel will besonders bei der Offensivleistung ansetzen. «Es fehlte im letzten Drittel und das müssen wir diese Woche knallhart trainieren. Es fehlt der letzte Zug zum Tor. Wir müssen dahin kommen, dass wir eine ähnliche Effektivität und Brutalität an den Tag legen, wie es uns Bremen vorgemacht hat», betonte Hensel.

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