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Thomas de Maizière schlägt Nationalen Krisenstab vor

Thomas de Maizière (CDU), ehemaliger Innen- und Verteidigungsminister. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
Thomas de Maizière (CDU), ehemaliger Innen- und Verteidigungsminister. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Der CDU-Politiker und frühere Bundesminister Thomas de Maizière hat die Bildung eines Nationalen Krisenstabes nach der Bundestagswahl vorgeschlagen. Er müsse alle Ressorts und Ebenen erfassen - auch die Länder und Kommunen, erklärte er am Samstag im Interview der «Leipziger Volkszeitung»: «Da können alle Einzelheiten besprochen werden, so dass in der Runde der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung nur die Leitentscheidungen bleiben und nicht die Frage, unter welcher Bedingung welcher Baumarkt aufgemacht wird.» Die Gesellschaft müsse sich daran gewöhnen, dass Krisen zur Normalität gehören. «Im Alltag sind wir das gewohnt, sichern uns gegen alle eventuellen Gefahren ab, in der Politik nicht.»

De Maizière räumte ein, dass ein Krisenstab kein Allheilmittel ist: «Wenn aber dort gut gearbeitet und klar kommuniziert wird, sind die Entscheidungen leichter zu akzeptieren für die Öffentlichkeit.» Zugleich regte er ein Gremium von Fachleuten an, das gemeinsam und überparteilich die Krisen der letzten Jahre analysiert und entsprechende Vorschläge für einen besseren Katastrophenschutz erarbeitet. «Dazu gehört auch das Eingeständnis, dass Krisen zu unserem Leben gehören.» De Maizière (67) war unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zunächst Chef des Bundeskanzleramtes und später Innenminister sowie Verteidigungsminister. Zuvor hatte er mehrere Ämter in der sächsischen Regierung inne.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH