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Innenminister Schuster gegen komplettes Böllerverbot

Armin Schuster (CDU), Innenminister des Freistaates Sachsen, hält eine Rede. / Foto: Paul Glaser/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv
Armin Schuster (CDU), Innenminister des Freistaates Sachsen, hält eine Rede. / Foto: Paul Glaser/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

Der sächsische Innenminister Armin Schuster (CDU) hat sich gegen ein komplettes Verkaufsverbot von Böllern für das Silvesterfeuerwerk ausgesprochen. Zugleich verurteilte er am Montag Angriffe auf Einsatzkräfte und Rettungsfahrzeuge. Dies zeuge von Respektlosigkeit gegenüber Menschen, «die unseren Staat verkörpern», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Deshalb müssen die Tatverdächtigen schnell und wirkungsvoll strafrechtlich verfolgt werden. Auch sollte über den Einsatz von Dashcams bei der Feuerwehr nachgedacht werden. Von einem generellen 'Böllerverbot' halte ich aber nichts.» Die meisten Menschen würden verantwortungsvoll mit Feuerwerkskörpern zum Jahreswechsel umgehen.

«Was wir aber besser im Blick haben müssen, ist die Verbreitung von illegalen Sprengmitteln. Sie richten jedes Jahr auch in Sachsen verheerenden Schaden an - von tragischen Unglücksfällen, die leider auch tödlich enden können, ganz zu schweigen», betonte der Minister. In Sachsen war ein Jugendlicher durch Pyrotechnik ums Leben gekommen. Nach Angaben des Innenministers wurden zu Silvester keine Beamten verletzt, vereinzelt aber Einsatzfahrzeuge beschädigt.

Wegen teils heftiger Angriffe auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht in Berlin wurde in der Hauptstadt am Montag erneut über ein mögliches Verkaufsverbot von Böllern debattiert. Kultursenator Klaus Lederer sprach sich am Montagmorgen im RBB-Inforadio für ein bundesweites Verbot aus. «Das müsste bundesrechtlich geregelt werden», sagte der Linke-Politiker. Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft forderte, Einsatzfahrzeuge mit sogenannten Dashcams auszustatten - also mit kleinen Kameras, mit denen Angriffe besser dokumentiert werden könnten.

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