Der Bund und die Länder Sachsen und Brandenburg haben ihre Förderung für die Sorben erhöht. Am Dienstag wurde das Vierte Finanzierungsabkommen für die Stiftung für das sorbische Volk unterzeichnet. Es sichert eine Gesamtförderung pro Jahr von 23,92 Millionen Euro bis 2025 zu - ein jährliches Plus von 5,3 Millionen Euro im Vergleich zur vorherigen Finanzierungsperiode.
«Unsere Kultur ist vielfältig und diese Vielfalt soll erhalten und gepflegt werden. Die Stiftung für das sorbische Volk trägt seit Jahren maßgeblich dazu bei, dass Sprache und Kultur des sorbischen Volkes lebendig bleiben. Mit der Aufstockung der Mittel ist diese so wertvolle Arbeit auch in Zukunft auskömmlich finanziert. Hier ist Heimatpolitik erlebbar», sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bei einer digitalen Schaltkonferenz.
Neben ihm schlossen den Vertrag Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD). Die Erhöhung der Förderung der Stiftung sei ein wichtiges Signal, um die Arbeit der wendischen und sorbischen Einrichtungen zu stärken, sagte Woidke. Im Finanzierungsabkommen werden pro Jahr 11,96 Millionen Euro vom Bund, 7,97 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen und 3,99 Millionen Euro von Brandenburg getragen.