loading

Dein Sachsen lädt...

Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Auszeichnung für Ex-Bürgermeisterin Martina Angermann

Die frühere Bürgermeisterin von Arnsdorf (Landkreis Bautzen), Martina Angermann, ist als Botschafterin für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet worden. Ihre Gemeinde war bundesweit in die Schlagzeilen geraten, nachdem 2016 vier Männer einen psychisch kranken Flüchtling aus dem Irak mit Kabelbindern an einen Baum gefesselt hatten. Angermann hatte die Tat verurteilt, war dadurch selbst zum Feindbild geworden und monatelanger Hetze und Anfeindungen ausgesetzt.

«Den Mund nicht halten können - das zeichnet Demokraten aus, wenn es darauf ankommt», sagte der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, in seiner Laudatio. Angermann stehe für die vielen Kommunalpolitiker, die sich konkret vor Ort für die Demokratie einsetzen.

Für die Auszeichnung, die am Sonntag zum Tag des Grundgesetzes vergeben wurde, gab es laut Bündnis für Demokratie und Toleranz 124 Vorschläge. Daraus wurden 5 Preisträger ausgewählt. Der Preis ist den Angaben zufolge mit jeweils 5000 Euro dotiert.

Neben der Auszeichnung für Angermann ging ein weiterer Preis nach Sachsen. Geehrt wurde auch Emiliano Chaimite. Er gehört dem Vorstand des Dachverbandes sächsischer Migrantenorganisationen an. Angermann und Chaimite zeigten seit Jahren in Sachsen großen Einsatz für ein respektvolles Miteinander und gesellschaftlichen Zusammenhalt, lobte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) in einer Mitteilung.

Aufzeichnung des Festaktes zum Tag des Grundgesetzes

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH