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Mehr als 20 Menschen im Jahr 2020 in Sachsen ertrunken

In Sachsen sind im vergangenen Jahr insgesamt 22 Menschen ertrunken - das sind fünf Todesfälle mehr als im Jahr 2019. Besonders gefährlich ist das Schwimmen in Flüssen und Seen, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Dienstag in Berlin berichtete. «Flüsse und Seen sind nach wie vor die größten Gefahrenquellen. Nur vergleichsweise wenige Gewässerstellen werden von Rettungsschwimmern bewacht. Das Risiko, dort zu ertrinken, ist deshalb um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern», sagte Achim Haag, Präsident der DLRG. Insgesamt 18 der 22 tödlichen Badeunfälle in Sachsen ereigneten sich in Seen, Teichs und Flüssen. Mehr als vier Fünftel aller Verunglückten waren Männer.

Die DLRG machte wie auch in den vergangenen Jahren auf die aus ihrer Sicht prekäre Situation in der Schwimmausbildung aufmerksam. Bundesweit könne ein Viertel aller Grundschulen keinen Schwimmunterricht anbieten, Schwimmkurse bei Verbänden seien teils auf Jahre ausgebucht und dazu hätten die Schließungen durch die Corona-Pandemie die Lage weiter verschärft. Sie drängt darauf, marode öffentliche Bäder zu sanieren und mehr Schwimmunterricht in Schulen anzubieten.

Bundesweit sind im Jahr 2020 weniger Menschen als noch 2019 ertrunken: Mit 378 Todesfällen lag die Zahl 9 Prozent unter den Vorjahreszahlen, was vor allem an einem Rückgang der Badeunglücke in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen liegt. Wie üblich ereigneten sich über die Hälfte der Badeunfälle in den Sommermonaten.

PM

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH