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Generation vor der Rente: Handwerksbetriebe suchen Nachfolger

Tischlereien, Elektrobetriebe oder Friseursalons: Viele Inhaberinnen und Inhaber von Handwerksbetrieben in Sachsen wollen ihr Unternehmen in den kommenden Jahren übergeben und sind auf der Suche nach einem Nachfolger. «Viele haben sich nach der Wiedervereinigung in den 1990er-Jahren selbstständig gemacht und sind jetzt in dem Alter, dass sie ihren Betrieb übergeben wollen», sagt der Geschäftsführer der Handwerkskammer Leipzig, Volker Lux.

Die Suche nach einem Betriebsnachfolger ist deutschlandweit ein Problem, was unter anderem an der veränderten Altersstruktur der Bevölkerung und Nachwuchs-Problemen liegt. In Sachsen, wo die Handwerker-Dichte laut dem Wirtschaftsministerium so hoch ist wie in keinem anderen Bundesland, sprechen die Kammern aber von einer regelrechten «Welle».

Allein im Bereich der Handwerkskammer Leipzig ist beinahe jeder fünfte Betriebsinhaber älter als 60 Jahre. In Ostsachsen ist laut der Handwerkskammer Dresden jeder dritte Solo-Selbstständige 56 Jahre oder älter. «Im gesamten Handwerk ist eine Verschiebung hin zu älteren Inhabern sichtbar», sagt Pressesprecher Daniel Bagehorn.

Die Handwerkskammern beraten Betriebsinhaber und potenzielle Nachfolger, um Übergaben zu sichern. Bei speziellen Börsen sollen außerdem Nachwuchskräfte und Chefs zusammenkommen.

ZDH zu Betriebsnachfolge

ZDH zur Demografie im Handwerk

Sächsisches Wirtschaftsministerium zu Handwerker-Dichte

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH