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Corona-Krise lässt Umsätze der Instrumentenbauer bröckeln

Eine Mitarbeiterin fertigt Tamburine in der Produktion der Rohema Percussion in Markneukirchen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild
Eine Mitarbeiterin fertigt Tamburine in der Produktion der Rohema Percussion in Markneukirchen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Die Instrumentenbauer im Vogtland sehen durch die Corona-Krise ihr immaterielles Kulturerbe gefährdet und kämpfen mit Existenzängsten. Sollten einzelne der 120 Betriebe rund um Markneukirchen und Klingenthal wegbrechen, hätte das Auswirkungen auf die gesamte Branche, sagte der Obermeister der Innung des Vogtländischen Musikinstrumentenhandwerks Markneukirchen, Steffen Meinel, der Deutschen Presse-Agentur. Die Handwerker seien sehr unterschiedlich betroffen - einige kämpften mit Umsatzrückgängen von bis zu 70 Prozent.

Der Musikinstrumentenbau im Vogtland steht seit 2014 auf der Bundesliste für das immaterielle Weltkulturerbe der Unesco. Er zeichnet sich laut Meinel durch eine Konzentration der Werkstätten mit rund 1300 Beschäftigten auf engstem Raum aus. «Die kurzen Wege und das Zusammenspiel hier vor Ort macht unsere Qualität möglich», erläuterte der Fachmann. «Sollten aus diesem Zahnrad einzelne Elemente herausbrechen, betrifft das uns alle.»

Der derzeit schwierige internationale Warenverkehr und die Zwangspause vieler Berufsmusiker hätten die Aufträge einbrechen lassen. Zudem wollten Kunden der hochpreisigen Instrumente diese vor einem Kauf erst einmal ausprobieren. Das sei momentan nicht möglich.

Innung des Vogtländischen Musikinstrumentenhandwerks

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH