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Riesige Hilfsbereitschaft in Landeskirche für Ukraine

Die evangelische Landeskirche Sachsens kann sich bei Versorgung, Unterbringung und Betreuung ukrainischer Kriegsflüchtlinge auf eine riesige Hilfsbereitschaft in ihren Gemeinden stützen. «Viele haben sich sehr schnell gemeldet, sind spontan aktiv geworden, haben Menschen aufgenommen», sagte der Ausländerbeauftragte der Landeskirche, Albrecht Engelmann, am Montag in Dresden. Dabei gebe es «einen immensen Informationsbedarf» besonders im ehrenamtlichen Bereich, der mit dem bestehenden Netzwerk und den Erfahrungen seit der Flüchtlingskrise 2015 teils gedeckt werden könne.

Laut Engelmann hat jeder Kirchenbezirk einen Ansprechpartner für Fragen der Ukrainehilfe. Die Landeskirche setzt zudem auf Austausch und Zusammenarbeit mit dem Freistaat und Kommunen sowie Kooperationen mit privaten Initiativen. Es gibt Angebote für Sprachkurse, auch mit Kinderbetreuung für Mütter, Wohnraum auch in kirchlichen Rüst- und Freizeitheimen, Tagungsstätten oder nicht benötigten Räumlichkeiten im Pfarrhaus, Kitas, die samstags zur Begegnung von Müttern mit Kindern aus der Ukraine geöffnet seien. Die ersten Kinder- und Jugendlichen aus der Ukraine lernten an evangelischen Schulen.

Die bestehenden Strukturen für niederschwellige Angebote zur Begegnung und Betreuung in Form von Patenschaften sollen auch mit Blick auf die Zukunft ausgebaut werden. «Das Thema Flucht wird uns nicht loslassen», sagte Engelmann.

Angesichts erster Vorfälle warnte er vor gesellschaftlichen Spannungen. So seien Russen aus ehemaligen Sowjetstaaten, die schon lange hier lebten, wegen des Ukraine-Krieges angefeindet worden. Auch der deutliche Unterschied in Status und sozialer Einordnung von Flüchtlingen mit einem ähnlichen Schicksal berge Konfliktstoff.

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