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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Werteunion fordert Konsequenzen nach CDU-Wahlschlappe

Die konservative Werteunion innerhalb der CDU hält personelle Konsequenzen nach dem Absturz der Partei bei der Bundestagswahl in Sachsen für unerlässlich. Die Union im Freistaat hatte am 26. September nur noch 17,2 Prozent der Zweitstimmen bekommen und war damit hinter der AfD (24,6 Prozent) und der SPD (19,3) auf Platz 3 abgerutscht. Zudem konnte sie nur vier Direktmandate gewinnen. «Die «Weiter so!»-CDU wurde mehr als deutlich abgewählt. Darauf muss die Sächsische Union reagieren», erklärte Werteunion-Vorsitzender Ulrich Link am Montag in Radebeul.

Link verwies auf die Saarland-CDU, wo Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf ihre via Landesliste gewonnenen Bundestagsmandate verzichteten, und forderte namentlich die beiden sächsischen CDU-Politiker Marco Wanderwitz und Carsten Körber zur Nachahmung auf. Über die CDU-Landesliste war außerdem die Politikwissenschaftlerin Christiane Schenderlein in den Bundestag eingezogen. Sie saß im Unterschied zu Wanderwitz und Körber aber bisher noch nicht im Bundestag.

«Bei unseren Politikinhalten muss der Anspruch als Volkspartei wieder deutlich demonstriert werden. Als Volkspartei brauchen wir auch starke konservative und wirtschaftsliberale Flügel. Wenn eine Quote irgendwo Sinn macht, dann als Quote für Konservative und Wirtschaftsliberale», erklärte Link. In Sachsen wie im Bund müsse die CDU wieder lernen, im Interesse der Bürger zu gestalten, statt sich an Grüne und SPD anzubiedern. «Dies muss durch konservative und wirtschaftsliberale Positionen und durch entsprechende Personalentscheidungen zum Ausdruck kommen. Nur so werden wir als CDU wieder für die Wähler attraktiv.»

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH