loading

Dein Sachsen lädt...

Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Vier Mini-Impfzentren im Kreis Görlitz nehmen Arbeit auf

Ein Schild weist den Weg zu einem Impfzentrum. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild
Ein Schild weist den Weg zu einem Impfzentrum. Foto: Boris Roessler/dpa/Symbolbild

Der Landkreis Görlitz hat sich Luft auf den Corona-Stationen seiner Kliniken verschafft. «Seit Montag ist das Fachkrankenhaus Rothenburg mit 16 Betten für Corona-Patienten hochgefahren. Dorthin wurden bereits Patienten aus unseren Krankenhäusern verlegt. Zudem können wir im Fachkrankenhaus Großschweidnitz weitere 13 Corona-Patienten aufnehmen», sagte Sozialdezernentin Martina Weber am Donnerstag.

Zwei Intensiv-Patienten seien zudem nach Dresden verlegt worden. Aufgrund der Schwere ihrer Covid-Erkrankung sei kein Transport in ein anderes Bundesland nach dem Kleeblatt-Prinzip mehr möglich gewesen. Laut Weber wird immer konkreter, dass jüngere Patienten mit schweren Verläufe ungeimpft sind. Sie seien zwischen 31 und 60 Jahre alt. Vereinzelt fielen auch Fälle gefälschter Impfzertifikate auf.

Die starke Zunahme der Krankenhauseinweisungen in den vergangenen Tagen habe sich stabilisiert, berichtete die Dezernentin. Aktuell befinden sich in den Kliniken des Landkreises Görlitz 28 Corona-Patienten auf Intensivstationen und 107 Corona-Infizierte auf Normalstationen.

In den kommenden Tagen sollen zudem vier stationäre Mini-Impfzentren in Löbau, Görlitz, Zittau und Weißwasser ihre Arbeit aufnehmen; zusätzlich sind weiterhin zwei mobile Impfteam unterwegs. «Unser Ziel ist es, 1600 Impfungen pro Tag zu schaffen», sagte Landrat Bernd Lange (CDU). Im November hätten allein die mobilen Teams knapp 10.000 Impfungen verabreicht; im Oktober waren es knapp 2500.

Lange (CDU) warnte zudem vor vorschnellen Lockdown-Forderungen. «Wir sollten die Lage beobachten, ob die angesetzten Maßnahmen ihre Wirkung zeigen.» Ein Lockdown sei ein schwerer Einschnitt, aber notwendig, wenn sich die epidemische Lage noch verschärfe.

Landkreis Görlitz

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH