Mit einer fast halbseitigen Anzeige in zwei großen Dresdner Tageszeitungen wirbt die Stiftung Frauenkirche Dresden wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen für ein respektvolles Miteinander. Ihre Botschaft der Versöhnung rufe dazu auf, für Frieden in der Gesellschaft zu wirken, sagte Geschäftsführer und Pfarrer Sebastian Feydt am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. «Wir alle sind gefordert, Respekt zu üben, Demokratie zu leben und einander im Vertrauen zu begegnen.» Die Stimmabgabe am Sonntag sei auch ein Bekenntnis zu der vor 30 Jahren errungenen Demokratie. Die 1945 zerstörte und nach 1990 auf Initiative von Bürgern und mit Spenden aus aller Welt wiederaufgebaute Gotteshaus dominiert die Anzeige, die auch mit den Worten aus der Bergpredigt «Selig sind, die Frieden stiften» (Matthäus 5,9) versehen ist. Sie stehen auch auf dem überdimensionalen Banner, das von einem der Frauenkirchen-Türme hängt. Zudem sind darauf die Forderungen «Respekt üben, Demokratie leben, Vertrauen schaffen» rot angekreuzt.