Die Corona-Pandemie hat Sachsens Wintersportregionen erneut den Saisonauftakt vermasselt, doch abgeschrieben ist der Skibetrieb noch nicht. «Wir hoffen, dass wir ab dem 9. Januar in die Saison gehen können, wenn auch mit einem stufigen Verfahren und 2G-Regel», sagte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Wichtig sei allerdings eine höhere Impfquote. Außerdem müssten die Infektionszahlen und die Auslastung der Kliniken gedrückt werden. Dann gebe es noch eine Chance auf die Skisaison, «wenn auch später und mit Verlusten».
Angesichts leerer Hotels und Pensionen sowie des Stillstands der Lifte ist die Stimmung in Oberwiesenthal mau. Mit einem Video-Appell haben Unternehmer deswegen am Freitag die Landesregierung auf ihre prekäre Lage aufmerksam gemacht und Änderungen angemahnt. Die aktuelle Situation sei ein massives Problem für die Stadt und die Unternehmen, sagte Bürgermeister Jens Benedict. «Wir blicken in eine ungewisse Zukunft.» Für das Gastgewerbe und die Wintersport-Branche am Fichtelberg sei es unverständlich, dass in Sachsen kein Skibetrieb möglich sei, in Nachbarregionen wie Tschechien und Thüringen trotz ebenfalls hoher Inzidenz aber schon, hieß es.