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Erneut mehrere Corona-Politik-Proteste in Sachsen

Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. / Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild
Blaulichter leuchten auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. / Foto: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

In mehreren sächsischen Orten hat es am Freitagabend erneut Proteste gegen die aktuelle Corona-Politik gegeben. Die Polizei schritt bei den Zusammenkünften in Freiberg, Grimma und Leipzig-Großzschocher ein und fertigte Dutzende Anzeigen, wie sie Abend mitteilte. Wegen der dramatischen Pandemie-Lage im Freistaat sind gemäß der sächsischen Corona-Notfallverordnung derzeit nur Versammlungen mit höchstens zehn Menschen erlaubt - und nur an einem festen Ort.

In Freiberg habe sich gegen 17.45 Uhr eine mittlere zweistellige Anzahl von Teilnehmern am Albertpark versammelt, teilte die Polizei mit. «Die Polizisten sprachen diese an und wiesen sie auf die geltenden Beschränkungen, die sich aus der Sächsischen Corona-Notfallverordnung ergeben, hin.» Ungeachtet dessen hätten sich einige von ihnen gegen 18.00 Uhr in Bewegung gesetzt und seien über die Gehwege in Richtung Bahnhof gelaufen. Gegen 18.15 Uhr stoppten die Einsatzkräfte den Aufzug und umschlossen die Teilnehmer, wie es weiter hieß. 30 Personen drohe nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro.

In Grimma seien 30 Personen laut rufend mit Trillerpfeifen, Fackeln und Plakaten festgestellt worden. Beim Eintreffen der Polizei hätten sie sich entfernen wollen. Es wurden 15 Fahrzeuge kontrolliert, 25 Identitäten festgestellt und Ordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt, wie die Polizei Sachsen auf Twitter mitteilte.

In Großzschocher in Leipzig habe es einen unzulässigen Aufzug mit Teilnehmern im unteren zweistelligen Bereich gegeben. Er sei gestoppt worden. Die Einsatzkräfte hätten 23 Identitäten festgestellt, Verstöße gegen die Corona-Notfallverordnung angezeigt und Platzverweise erteilt, so die Polizei.

Bereits am vergangenen Montag hatten sich vielerorts in Sachsen wiederholt Gegner der Corona-Politik bei nicht angemeldeten Demonstrationen versammelt. In Chemnitz und Freiberg etwa waren Hunderte von ihnen durch die Straßen gezogen.

Die Polizei in Dresden bereitet sich derweil auf einen Polizeieinsatz wegen einer geplanten Demonstration am Montag gegen die Corona-Maßnahmen vor dem sächsischen Landtag vor.

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