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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Neue Auenlandschaft auf früherer Uran-Altlast

Auf dem Gelände einer ehemaligen Uran-Altlast in Zwickau ist eine neue Auenlandschaft entstanden, die künftig den Hochwasserschutz verbessern soll. Durch die Rückverlegung von Deichen kann sich das Wasser der Zwickauer Mulde nun laut Umweltministerium im Hochwasserfall auf 93 Hektar Land ausbreiten - so viel wie etwa 130 Fußballfelder. Insgesamt hat das Gemeinschaftsprojekt rund 120 Millionen Euro gekostet, der Großteil davon floss aus Bundesmitteln.

Im Zwickauer Ortsteil Crossen unterhielt die Wismut zu DDR-Zeiten einen Standort zur Aufbereitung von Uranerz. Rückstände daraus wurden auf einer sogenannten Bergehalde am Fluss abgelagert. Nach Angaben der heute bundeseigenen Bergbausanierers sammelten sich so mehr als 3 Millionen Kubikmeter kontaminiertes Material an. Sickerwasser sei aus der Halde in den Boden am Ufer der Zwickauer Mulde gelangt und Wind habe radioaktiven Staub von der Halde zu Wohngebäuden geweht. Mit der nach 1990 begonnenen Sanierung von Altlasten aus dem Uranbergbau in Sachsen und Thüringen wurde die Halde abgetragen, ebenso wie Anlagen und Gebäude des Aufbereitungsbetriebs Crossen.

Darüber hinaus wurden Deiche verlegt, um eine Überschwemmungsfläche für den Fluss zu schaffen. Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) sprach von einem «beispielhaften Projekt mit Vorbildcharakter». «Heute erfüllen die sanierten Flächen eine wichtige Funktion als Auenlandschaft und Fläche für den Wasserrückhalt», betonte er.

Die Zwickauer Mulde war in der Vergangenheit immer wieder von starken Hochwassern betroffen. Sie entspringt im Vogtland und vereinigt sich südlich von Grimma mit der Freiberger Mulde. Die vereinigte Mulde mündet dann bei Dessau in die Elbe.

Wismut-Umweltbericht

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH