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Ministerin Meier: Europa muss ein Allwetterbündnis sein

10.06.2020 von

Foto: Katja Meier (Grüne), Europaministerin in Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsens Europaministerin Katja Meier (Grüne) sieht angesichts der Corona-Pandemie Handlungsbedarf in der EU. Europa müsse jetzt zusammenhalten und ein Allwetterbündnis sein, sagte die Ministerin am Mittwoch im Landtag in Dresden: «Die EU als Institution muss aus der Pandemie lernen (...) Eine Pandemie bekämpft man nicht mit Soldaten, mit Mauern und Schranken, sondern mit klugem, koordiniertem Verhalten auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen.»

«In den vergangenen Wochen und Monaten konnten wir einiges über Europa, über die EU lernen. Denn in den ersten Wochen der Covid-19- Pandemie haben sich die Regierungen der Nationalstaaten gegen eine europäische Lösung entschieden und alte Grenzen wieder hochgezogen», betonte die Ministerin. Manche davon seien sogar militärisch bewacht worden wie zu Zeiten des Kalten Krieges, sagte Maier. Man könne fast meinen, Covid-19 würde sich von Grenzen abschrecken lassen.

Meier zufolge ist Europa kein Selbstläufer: «Europa will erarbeitet werden.» Wann solle man solidarisch sein, wenn nicht in Zeiten von Krisen, so Meier. Deutschland und auch Sachsen hätten Zeichen der Solidarität gesetzt, indem sie Patienten aus anderen Ländern aufnahmen. Meier sprach von einer kleinen Geste, die aber für den europäischen Zusammenhalt von großer Bedeutung sein kann.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Katja Meier (Grüne), Europaministerin in Sachsen. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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