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Landesregierung präzisiert Erwartungen für Helmholtz-Zentren

24.08.2020 von

Foto: Michael Kretschmer (CDU) nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Die sächsische Landesregierung hat ihre Pläne für die geplanten zwei neuen Helmholtz-Zentren präzisiert, die im Zuge des Kohleausstiegs in den Revieren angesiedelt werden sollen. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht davon aus, dass die Forschungseinrichtungen zwischen 500 und 1000 Mitarbeiter haben werden. Das Jahresbudget solle zwischen 50 und 100 Millionen Euro liegen, sagte er am Montag nach der Tagung des Innovationsbeirats zum Strukturwandel. Das Gremium berät die Landespolitik bei der Gestaltung des Umbruchs im Mitteldeutschen Revier und in der Lausitz.

Zu welchen Themen in den Helmholtz-Zentren geforscht werden soll, stehe noch nicht fest, sagte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). Derzeit liefen dazu Gespräche mit dem Bund. Denkbar seien Felder wie Digitalisierung, Quantencomputing oder Medizintechnik. Im Rahmen des Kohleausstiegs wurde vereinbart, dass die Helmholtz-Gemeinschaft Finanzmittel für zwei neue Zentren bekommt.

Kretschmer bekräftigte die Absicht, sie in den Regionen und definitiv nicht in den Großstädten Leipzig und Dresden anzusiedeln. «Diese Zentren müssen eine Wirkung haben für die Strukturentwicklung.» Es dürfe nicht so werden, dass die künftig dort Beschäftigten in den Ballungsräumen wohnten und nur mit der S-Bahn zum Arbeiten pendelten. In Ostsachsen kämen als Standorte Hoyerswerda, Weißwasser, Görlitz oder Zittau infrage. Im Leipziger Revier wird über die Ansiedlung an einem ehemaligen Tagebausee diskutiert.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: Michael Kretschmer (CDU) nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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