Erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat sich der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer mit dem tschechischen Regierungschef Andrej Babis getroffen. Die Grenzschließung von Mitte März bis Anfang Juni auf tschechischer Seite sei vermutlich nicht anders möglich gewesen, habe aber «viele Verwerfungen erzeugt», sagte der CDU-Politiker am Freitag.
«Das darf sich so nicht wiederholen, da sind wir uns einig», betonte Kretschmer nach dem Gespräch mit Babis in der Wissenschaftlichen Bibliothek im nordböhmischen Liberec (Reichenberg). Eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Bayern und Österreich soll nun Vereinfachungen für grenzüberschreitende Pendler erarbeiten, wie etwa mehrsprachige Krankenscheine.
Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft. Im Beisein der beiden Politiker wurde ein Memorandum über die Zusammenarbeit zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft und der Technischen Universität Liberec unterzeichnet. «Ich erwarte mir sehr viele Impulse für die Grenzregion durch diese Partnerschaft», betonte Kretschmer.