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Kretschmer: Große Events nur für Geimpfte und Genesene

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich für mehr Freiheiten für Geimpfte ausgesprochen. Beim Treffen der der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werde Sachsen die Haltung vertreten, «dass bei zunehmenden Infektionen und zunehmender Belegung der Krankenhäuser große Sport- und Kulturveranstaltungen nur von geimpften und genesenen Menschen besucht werden können», sagte Kretschmer am Freitag. Am nächsten Dienstag (10.8.) kommt die Ministerpräsidentenkonferenz zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie und über Hochwasser-Hilfen zu beraten.

«Einen neuen flächendeckenden Lockdown darf es nicht geben», betonte Kretschmer. Impfungen seien das beste Mittel um einen Lockdown zu vermeiden. «Wir haben jetzt genug Impfstoff, aber noch keine ausreichende Impfquote erreicht, um ein erneutes Aufflammen der Pandemie zu verhindern.» Der Regierungschef geht davon aus, dass es bei einer vierten Welle vor allem Infektionen bei Nicht-Geimpften gibt. Derzeit steige die Zahl der Corona-Infektionen, wenn auch «glücklicherweise im Moment noch sehr langsam». Das könne sich in den nächsten Wochen jedoch beschleunigen.

Beim Treffen der Länderchefs soll es auch um Wiederaufbauhilfen für die von Hochwasserkatastrophen betroffenen Regionen gehen. Es bestehe Einigkeit, dass der Bund die eine Hälfte finanziert und die Länder entsprechend ihren Bevölkerungsanteilen die andere tragen, sagte Kretschmer. «Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir die Menschen in den besonders betroffenen Gebieten beim Wiederaufbau unterstützen.»

Sachsen habe in der Vergangenheit nach den Hochwasserereignissen von 2002 und 2013 eine große Solidarität von den anderen Ländern und vom Bund erfahren. «Auch jetzt haben wir wieder Hochwasserschäden zu verzeichnen, die jedoch bei weitem nicht das schreckliche Ausmaß in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen erreichen.»

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH