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FDP-Generalsekretär: Längere Nutzung von Braunkohle prüfen

Bijan Djir-Sarai (M) auf der Pressekonferenz seiner Vorstellung. / Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
Bijan Djir-Sarai (M) auf der Pressekonferenz seiner Vorstellung. / Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

In der Energiekrise hat sich der designierte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai dafür ausgesprochen, eine längere Nutzung der Braunkohle zu prüfen. Im Koalitionsvertrag stehe zwar, dass der Ausstieg aus der Kohleverstromung idealerweise bis 2030 gelingen solle, sagte Djir-Sarai dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Die Folgen des Ukraine-Krieges machten ideale Lösungen aber sehr schwierig. «Wir sollten dringend prüfen, ob wir auf die Braunkohle länger angewiesen sein werden als bislang geplant.»

Die Linke-Vorsitzende Janine Wissler kritisierte den Vorstoß am Freitag: «Der Krieg in der Ukraine und der extreme Preisanstieg bei den Energiepreisen darf nicht zur Renaissance von Klimakillern führen», sagte sie der dpa. «Der Vorschlag aus der FDP, die Nutzung von Braunkohle zu verlängern, ist falsch und kurzsichtig. Es nutzt den Kohle-Konzernen, aber nicht den Menschen, die gerade mit zu hohen Kosten zu kämpfen haben. Wenn man sich von Energieexporten unabhängig machen wolle, dann brauche es jetzt eine Beschleunigung der Energiewende und kein weiteres Setzen auf klimaschädliche Technologien. «Den Ausstieg aus dem Braunkohleabbau zu verschieben wäre nicht nur ein weiteres gebrochenes Wahlversprechen, sondern fatal in Bezug auf die Klimaerwärmung.»

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