In Sachsen ist der Weg frei für die Sondierung einer Kenia-Koalition. CDU und Grüne votierten am Samstag für die Aufnahme von entsprechenden Gesprächen. Die SPD hatte sich bereits am Tag nach der Landtagswahl am 1. September für Sondierungsgespräche mit der Union und den Grünen ausgesprochen. Ein Kenia-Dreierbündnis erscheint derzeit in Sachsen als einzige realistische Option.
«Uns geht es darum, diesem Land eine stabile Regierung zu geben», sagte CDU-Chef und Ministerpräsident Michael Kretschmer am Samstag in Riesa. Dort hatte sich der Landesvorstand mit den Kreisvorsitzenden der Union beraten. Entscheidend in den anstehenden Gesprächen werde sein, dass SPD und Grüne verstünden, dass es jetzt darum gehe, «die Interessen aller Beteiligten mitzunehmen», ergänzte Landtagsfraktionschef Christian Hartmann.
Die Grünen votierten einstimmig für Sondierungsgespräche mit CDU und der SPD. Das gaben die Spitzenkandidaten zur Landtagswahl, Katja Meier und Wolfram Günther, am Samstag nach einer Sitzung des Parteirates in Dresden bekannt. «Es gibt wirklich ein Bedürfnis danach, zu einem Aufbruch zu kommen», erklärte Günther seine Sicht auf die Stimmung im Land.