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Sternsinger bleiben daheim: Segen per Videoclip oder Post

Ein Sternsinger mit Krone. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
Ein Sternsinger mit Krone. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Die Corona-Pandemie hat dieses Jahr die Sternsinger in Sachsen ausgebremst. «Die Kinder können nicht von Tür zu Tür gehen», sagte der Sprecher des Bistums Dresden-Meißen, Michael Baudisch, am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Um dennoch auf diesen Brauch nicht verzichten zu müssen, hätten sich die Gemeinden Alternativen überlegt. So habe etwa eine Gemeinde in Dresden einen Videoclip mit Liedern und dem Segen aufgenommen. Andere verteilten kleine Päckchen mit Texten, so dass die Empfänger die Haussegnung selbst vornehmen können. Die Segensformel «20*C+M+B+21» sei darin als Aufkleber enthalten, Empfänger könnten sie aber auch selbst mit Hilfe eines beigelegten gesegneten Kreidestücks über ihre Tür schreiben.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat am Dreikönigstag trotzdem Besuch in der Staatskanzlei bekommen. Stellvertretend habe ihm eine Familie mit Abstand und Mundschutz den Segenswunsch fürs neue Jahr überbracht, erklärte Baudisch.

Den Angaben nach sind in diesen Tagen normalerweise etwa 1000 Kinder und Jugendliche im Bistum Dresden-Meißen als Sternsinger unterwegs. Dabei sammeln sie Spenden für Hilfsprojekte für Kinder in Not - vor einem Jahr waren es mehr als 361 000 Euro. Gespendet werden kann auch dieses Jahr zum Beispiel per Überweisung. Insgesamt litten die kirchlichen Hilfswerke derzeit darunter, dass weniger Menschen in die Gottesdienste kämen, erläuterte Baudisch. Dadurch komme in den Kollekten zugunsten deren Arbeit weniger Geld zusammen.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH