Star-Dirigent Christian Thielemann bezweifelt, dass die großen Münchner Orchester beide ihren eigenen Konzertsaal brauchen. «Ich gönne dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks von Herzen einen eigenen Konzertsaal. Ich weiß allerdings nicht, ob wirklich jedes Orchester seinen eigenen Konzertsaal in München benötigt», sagte der 64-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München.
«Warum es nicht möglich ist, dass die Philharmoniker und die Symphoniker sich einen Saal teilen, das verstehe ich nicht. Die Orchester untereinander müssten sich natürlich absprechen, damit nicht beide einen Brahms- und einen Beethoven-Zyklus oder dasselbe Stück von Schönberg planen.»
Derzeit arbeitet Thielemann, der von 2004 bis 2011 Chefdirigent der Münchner Philharmoniker war, erstmals mit der einstigen Konkurrenz: dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BR). Mit diesem und einem Verdi-Programm tritt er an diesem Samstag (8. Juli) auch bei dem Open-Air-Event «Klassik am Odeonsplatz» in der Münchner Innenstadt auf.