Viele Jahre Vorbereitung stecken in der Bewerbung, jetzt wird am Wochenende eine Entscheidung getroffen: Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří will in die Liste der Unesco-Welterbestätten aufgenommen werden. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wird mit einer deutsch-tschechischen Delegation in Baku in Aserbaidschan weilen, wo bei der 43. Unesco-Jahrestagung über den Antrag entschieden wird.
«Der Bergbau im Erzgebirge war über Jahrhunderte die Grundlage des Wohlstandes in Sachsen und ist ein Teil unserer Identität», sagte Kretschmer laut Mitteilung vor dem Abflug nach Baku. Die Initiatoren des Antrags seien seit 16 Jahren hochengagiert. Mit dem Besuch in Baku wolle er zeigen, «dass der Freistaat Sachsen geschlossen hinter dem Antrag der Montanregion steht».
Die Zeichen für eine positive Entscheidung stehen gut: Alle drei Anträge mit deutscher Beteiligung seien auf dem richtigen Weg, sagte Maria Böhmer, Präsidentin der deutschen Unesco-Kommission. Neben dem Erzgebirge bewerben sich auch Augsburg mit seinem Wassermanagement-System sowie Bayern gemeinsam mit Österreich, Slowakei und Ungarn mit der alten römischen Militärgrenze - dem sogenannten Donaulimes. Weltweit sind 35 Stätten nominiert.