Mit dem Dresdner Damaskuszimmer ist nach einem Vierteljahrhundert eine seit fast 100 Jahren im Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen befindliche Rarität restauriert. «Es ist eines der schönsten Objekte und einzigartig», sagte die Direktorin des Museums für Völkerkunde, Léontine Meijer-van Mensch, am Mittwoch bei der Präsentation. Es gebe zwar noch mehrere solcher Zimmer, historische und moderne, aber keines aus einem Guss. «Das wieder erleben zu können, ist ein Glück.» Die rund eine Million Euro teure Restaurierung wurde aus privaten Spenden und von mehreren Stiftungen finanziert.
Der Empfangsraum eines Damaszener Altstadthauses aus dem 19. Jahrhundert ist allerdings nicht originalgetreu aufgebaut, da dafür Mauern oder die nötige Raumhöhe von 5,40 Metern fehlen. So sei die prächtige Decke zwar zu sehen, aber viel niedriger, und Regale wurden an Stahlgestelle montiert, sagte Meijer-van Mensch. Das Raumgefühl werde mit Hilfe einer VR-Brille erlebbar und in einem dem Damaskuszimmer nachempfundenen Raum könnten Besucher «miteinander ins Gespräch kommen, Tee trinken, lesen, zuhören und verweilen».