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Programmkinos suchen Wege aus der Krise: Preise als Problem

Besucher sitzen in einem Kinosaal. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Besucher sitzen in einem Kinosaal. / Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Programmkino-Branche will bei der Filmkunstmesse Leipzig nach Wegen suchen, wie sie auf Besucherschwund, Inflation und drastisch steigende Energiepreise reagieren kann. Die Besucher kommen nach wie vor nicht so wie vor der Corona-Pandemie in die Kinos, wie Felix Bruder, Geschäftsführer der AG Kino-Gilde, am Dienstag in Leipzig sagte. Die Branche sei zudem «energieintensiv», die höheren Preise für Strom und Heizung seien ein großes Problem für die Häuser. Bei der Filmkunstmesse vom 19. bis 23. September soll es verschiedene Diskussionsrunden zu den drängenden Themen geben.

Laut Bruder kamen im ersten Halbjahr rund 45 Prozent weniger Besucher als im Vor-Corona-Jahr 2019. Die Zahlen beziehen sich auf die bundesweit 350 Mitglieder der AG Kino-Gilde. Die Gründe für die Einbrüche seien vielfältig. «Corona steckt den Menschen noch in den Köpfen», sagte Bruder. Zudem hätten sich die Sehgewohnheiten verändert. Auch ältere Zuschauer hätten die Mediatheken für sich entdeckt. «Da stellt sich dann schon die Frage, welcher Film ist im Kino noch so zwingend, dass man dafür noch Eintritt bezahlt.»

Bei der Filmkunstmesse sichten die Fachbesucher das aktuelle Filmangebot, um für den Herbst und Winter eine Auswahl zu treffen. Das Kinoprogramm sei so groß wie nie zuvor. 80 Filme seien diesmal eingereicht worden. Im öffentlichen Teil für das breite Publikum stehen 14 Filme auf dem Programm. Eröffnet wird die 22. Filmkunstmesse mit «Mehr denn je» von Regisseurin Emily Atef.

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