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Neue Gedenkstätte für «Euthanasie»-Opfer in Großschweidnitz

Neue Gedenkstätte für «Euthanasie»-Opfer in Großschweidnitz
Eine Stele mit Informationen zu den Euthanasie-Opfer steht auf einer Gedenkstätte. Foto: Miriam Schönbach/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News

Erinnerung an «Euthanasie»-Opfer: Für mehr als zwei Millionen Euro soll das Pathologiegebäude der einstigen Heil- und Pflegeanstalt in Großschweidnitz (Landkreis Görlitz) saniert werden. Damit soll ein Ort der Erinnerung und Information zu der nationalsozialistischen «Euthanasie» geschaffen werden. «Ziel ist es, 2022 die Gedenkstätte zu eröffnen», sagte Bürgermeister Jons Anders (parteilos). Neben der Sanierung des Gebäudes soll unter anderem ein Neubau entstehen.

Der Umbau wird bereits unter dem Dach der Stiftung Sächsische Gedenkstätten umgesetzt. Ende 2020 hatte der Stiftungsrat beschlossen, die Gedenkstätte in die Trägerschaft zu übernehmen. Mit der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein soll ein Fachverbund zum Thema Euthanasie entstehen.

In Großschweidnitz starben zwischen 1939 und 1945 mehr als 5700 Menschen infolge überdosierter Medikamente, systematischer Unterernährung und medizinisch-pflegerischer Mangelversorgung. Die Heil- und Pflegeanstalt für psychisch Erkrankte wurde so zu einem Ort der NS-Vernichtungspolitik.

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