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Medaillenkunst aus Tschechien und Slowakei im Münzkabinett

Die Ausstellung umfasst etwa 180 numismatische Objekte. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Die Ausstellung umfasst etwa 180 numismatische Objekte. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Münzen, Medaillen und Banknoten spiegeln in einer Ausstellung im Dresdner Residenzschloss die Geschichte der Tschechoslowakei und ihrer Nachfolgestaaten wider. Die Schau «Geprägt im Herzen Europas» läuft bis April 2022. Das Dresdner Münzkabinett sammelte schon zu DDR-Zeiten Medaillenkunst aus dem Nachbarland, es gab engen Kontakt zu Museen, Wissenschaftlern und Künstlern, die auch nach 1990 nicht abrissen, wie Direktor Rainer Grund am Freitag sagte.

In Kooperation mit dem tschechischen Nationalmuseum werde nun «eine kleine Auswahl» dieses Bestandes gezeigt, darunter auch Erwerbungen, Schenkungen und Ankäufe nach 1990 sowie 25 Leihgaben aus der Numismatischen Abteilung in Prag.

Die Schau vereint insgesamt etwa 180 Zahlungsmittel und Zeugnisse der Medaillenkunst. Dazu gehören Gedenkmünzen, Banknoten und Kunstwerke, die die Annexion des Sudetengebietes 1938, des Prager Frühlings 1968, der «samtenen Revolution» 1989 oder der Trennung in die Staaten Tschechien und Slowakei 1993 thematisieren.

Wertvollstes Objekt ist der Dukat von 1923, aus Gold mit einer 1 darauf. Den habe Präsident Tomáš Garrigue Masaryk einst dem Nationalmuseum geschenkt.

Auch die jüngste Dresdner Neuerwerberbung sei eine Rarität: die silberne Prägemedaille bekannten Künstlers Jiří Harcuba zum Prager Frühling von 1968. «Darauf ist eine von Waffen bedrohte weibliche Figur, die Personifizierung der Tschechoslowakei», sagte Grund. «Es gibt nur noch ganz wenige Exemplare.»

Informationen zur Ausstellung

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH