Die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rückgang der Besucherzahlen. Mit nahezu 426.547 Gästen kamen laut Verwaltung 5,8 Prozent weniger als im Jahr 2024. Gründe hierfür sind der verregnete Juli, die Vollsperrung der Brücke in Bad Schandau und die Sperrung der B 172 in der ersten Herbstferienwoche.
Im Gegensatz dazu schaffte der Weihnachtsmarkt ein Besucherplus mit etwa 54.700 Gästen. Der Anteil der ausländischen Besucher stieg im gesamten Jahr von 33 auf 37 Prozent.
Historischer Militäralltag erlebbar und viele Feste geplant
Das Jahr beginnt im Frühjahr mit dem Königsteiner Frühlingserwachen vom 21. März bis 19. April. Die Events Militäralltag am 18. April und Kanonendonner am 29. August bieten Living History. Familien können sich auf die Familien-Spiele-Festung am 9. und 10. Mai, das Märchenfest am 27. Juli sowie das Kinderfest am 20. September freuen. Außerdem werden in diesem Jahr die Räume der ehemaligen «Feldscher-Wohnung», in denen der Wundarzt der Festungssoldaten lebte, als neuer Museumsbereich erlebbar.
Die 1241 erstmals urkundlich erwähnte mittelalterliche böhmische Königsburg wurde später zu einem Kloster, dann zur Landesfestung, zum höfischen Festort, einem Kunstdepot und auch zu einem Gefängnis. Seit 1955 ist das 9,5 Hektar große Festungsareal ein Freilichtmuseum mit über 50 Bauwerken aus verschiedenen Epochen und manchmal auch Drehort für Film und TV. Der Freistaat investierte seit 1991 fast 80 Millionen Euro in die Sanierung und Instandhaltung. Bis Ende 2027 sind weitere sieben Millionen Euro eingeplant.
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