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Messer, Promille & Pech: Wie sich Pirnas ‚Messer-Rambo‘ selbst ausschaltete

Messer, Promille & Pech: Wie sich Pirnas ‚Messer-Rambo‘ selbst ausschaltete
Symbolbild Messer / pixabay Mikewildadventure
Von: Dresden News

Pirna. Ein 22-Jähriger wollte am späten Sonntagabend auf der Nicolaistraße den „ganz dicken Max“ markieren – und scheiterte kläglich an seiner eigenen Pegel-Einschätzung. Die Bilanz des Abends: Mehrere bedrohte Passanten, zwei demolierte Autos, ein verletztes Ego und eine Nacht in Polizeigewahrsam. Dass der Möchtegern-Rambo am Ende selbst der größte Verlierer war, verdankt er seinem enormen Blutalkoholwert.

Eskalation auf der Nicolaistraße: Erst Drohung, dann Flucht

Gegen 22:45 Uhr suchte der junge Mann zunächst Kontakt zu drei Frauen (20, 33, 34). Da diese sich bedroht fühlten, flüchteten sie zu einer Gruppe von drei Männern. Als die Begleiter den Störer zur Seite schieben wollten, eskalierte die Situation völlig: Der 22-Jährige zückte ein Messer und fuchtelte drohend damit herum, bevor er die Flucht antrat.

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Der „Zweikampf“ gegen Nissan und Audi

Doch die Wut des Betrunkenen war noch nicht verraucht. Auf seinem Fluchtweg suchte er sich neue „Gegner“: einen geparkten Nissan und einen Audi. Beim Versuch, die Fahrzeuge zu demolieren, lieferte sich der Mann einen ungleichen Kampf, den er doppelt verlor.

Das Ergebnis: Rund 700 Euro Sachschaden und mehrere Schnittwunden, die er sich beim Zerstören der Scheiben und Karosserieteile selbst zufügte.

1,6 Promille und zwei Messer im Gepäck

Die Flucht dauerte nicht lange. Alarmierte Polizisten stellten den Randalierer kurz darauf in der Nähe des Tatorts. Ein Atemalkoholtest lieferte die Erklärung für den aggressiven Auftritt: 1,6 Promille.

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten nicht nur das Tatmesser, sondern stellten direkt noch ein zweites Messer sicher.

Die juristische Quittung

Für den deutschen Staatsbürger endete der Abend mit einer Reihe von Anzeigen:

  1. Bedrohung
  2. Sachbeschädigung
  3. Verstoß gegen das Waffengesetz

Neben dem ordentlichen Kater am nächsten Morgen dürften vor allem die Reparaturkosten für die Autos den 22-Jährigen noch lange beschäftigen.

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