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Internationale Tagung zu Arktischer Archäologie in Chemnitz

Im Vorfeld einer für Herbst 2023 geplanten Ausstellung «Auf dünnem Eis» diskutieren Wissenschaftler ab Mittwoch im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) über Arktische Archäologie. Die dreitägige Veranstaltung in Kooperation mit der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts spiegele erstmals in Deutschland den aktuellen Stand der archäologischen Forschung in der Arktis wieder, teilte das smac am Dienstag mit. Dazu werden 35 renommierte Forscher aus aller Welt erwartet, mindestens 70 weitere schalten sich per Videokonferenz dazu. Die Themen reichen vom Mythos Polarkreis über Kulturen im Eis bis zu Exponaten in Museen.

Die Schau «Auf dünnem Eis» soll kulturelle Vielfalt, Widerstandsfähigkeit und Einfallsreichtum der arktischen Völker beleuchten sowie auf die Gefährdung des einzigartigen Kulturraums aufmerksam machen. Laut smac sind rund 180.000 archäologische, über Jahrtausende im kalten feuchten Klima geschützte Fundstellen gefährdet durch den Klimawandel. «Dort, wo heute Permafrost noch organische Materialien hervorragend erhält, sind in wenigen Jahren nur noch schlichte Verfärbungen im Boden vorhanden.»

Das kostbare Kulturerbe schlummert laut smac vor allem in russischen Sammlungen und ist in Mitteleuropa kaum bekannt. In Chemnitz sollen die Highlights erstmals zu sehen sein - auch die ältesten Skier der Menschheit.

Informationen zur Tagung

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH