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Haus Schminke: Fotos aus Meisterfälscher-Nachlass

Das 1933 vom Architekten H. Scharoun errichtete Einfamilienhaus «Haus Schminke». Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Das 1933 vom Architekten H. Scharoun errichtete Einfamilienhaus «Haus Schminke». Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Deutschlands wohl bekanntester Meisterfälscher hat seine Spuren im Haus Schminke im ostsächsischen Löbau hinterlassen. «Aus dem Nachlass des in Löbau geborenen Konrad Kujau, der 1959 kurzzeitig die Leitung des FDJ-Klubhauses innehatte, haben uns jüngst Fotos erreicht», sagt Merte Stork von der Stiftung «Haus Schminke». Die Aufnahmen würden spannende Einblicke in den Zustand des Hauses in den Nachkriegsjahren geben. Neu in der Sammlung der Stiftung ist eine Figur, die 1978 zum 15jährigen Jubiläum des Kreispionierhauses gefertigt wurde. Es befand sich von 1963 bis 1990 in der Löbauer Kirschallee.

Gesammelt werden die Erinnerungsstücke für eine neue Ausstellung zur Nutzungsgeschichte eines der weltweit wichtigsten Wohnhäuser der klassischen Moderne. Das 1933 in Löbau errichtete Haus des Architekten Hans Scharoun war zwölf Jahre die Heimat der Unternehmerfamilie Schminke. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wechselten die Nutzer häufig. Die Auswahl der ersten Exponate soll die Besucher auf eine Zeitreise von 1933 bis heute mitnehmen. Die Eröffnung wird aufgrund der aktuellen Pandemie noch auf sich warten lassen. Das Architekturdenkmal befindet sich seit 2009 im Eigentum der Stiftung Haus Schminke.

Haus Schminke

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH