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Fachtagung: Expansion der Städte gefährdet Gartendenkmale

Die Hüter historischer Gartendenkmale in Deutschland fürchten angesichts der Beeinträchtigung durch Infrastruktur, veränderte Energiepolitik und Klimawandel um deren Bestand. Die klimatischen Veränderungen, die Bebauung von Wald und Feld im Zuge der Expansion der Städte, aber auch beschleunigte Genehmigungsverfahren zur regenerativen Energiegewinnung seien Gefährdungen, sagte Claudius Wecke von den Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen am Donnerstag am Rande einer Tagung zum Umgebungsschutz für Gartendenkmale im Barockgarten Großsedlitz (Sächsische Schweiz). Bis Freitag tauschen sich dort 120 internationale Fachleute und Praktiker über diese Entwicklung aus und diskutieren Lösungsansätze.

«Es sind wertvolle Kulturlandschaften, die über Jahrhunderte gepflegt werden und ein Schutzgut für sich sind», sagte Wecke. Deren Wert müssten sich Verantwortliche und Gesellschaft bewusst werden, bevor Entscheidungen getroffen werden, die negative Auswirkungen auf diese Areale haben. Die Tagung mache zudem auf den Wert historischer Gärten für Natur- und Artenschutz sowie biologische Vielfalt aufmerksam, auch in den sie umgebenden Landschaften.

Diese historischen Verbindungen mitsamt ihren Sichtbeziehungen seien in ihrem Fortbestand ebenso bedroht, sagte er. «Der Umgebungsschutz ist in den heutigen, von wachsender Flächenversiegelung und Energiewende geprägten Zeiten für den Erhalt historischer Gärten von existenzieller Bedeutung.»

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