Knapp 81 Jahre nach ihrer Zerstörung sind der Propositionssaal und der große Ballsaal im Dresdner Residenzschloss wiederhergestellt. Die offizielle Schlüsselübergabe nach der Rekonstruktion der beiden Festsäle im Nordflügel findet am kommenden Freitag statt, wie das Finanzministerium mitteilte.
Im Januar 2023 hatte die Wiederherstellung der beiden Säle unter Leitung der Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) begonnen. Beteiligt waren zahlreiche Expertinnen und Experten aus Denkmalpflege, Architektur, Wissenschaft und Handwerk. Als Vorbild diente die Umgestaltung der Räume zwischen 1838 und 1854, die durch umfangreiche Archiv- und Bauunterlagen sowie erhaltene Bau- und Ausstellungsteile gut dokumentiert ist.
Besuch ab dem Frühjahr möglich
Mit der Übergabe an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) ist der Rundgang im zweiten Stock des Residenzschlosses vollendet. Vom Frühjahr an können Besucher dort die Ausstellung «Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof» besichtigen. Im Propositionssaal fand die feierliche Staatszeremonie statt, bei der Fürsten zur Eröffnung der Landtage ihre Forderungen oder Vorschläge (Proposition) an die versammelten Stände stellen konnten.
Die 1945 zerstörte Dresdner Residenz sächsischer Kurfürsten und Könige aus dem 16. Jahrhundert wird seit 1986 wiederhergestellt. Seitdem sind dort das Grüne Gewölbe, Kupferstich- und Münzkabinett, Türckische Cammer, Riesensaal und die Paradegemächer sowie erste Dauerausstellungen der Rüstkammer eingerichtet worden. Die Arbeiten sollen 2027 vollständig abgeschlossen werden.
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