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Unter der Leitung einer 98 Jahre alten Legende: Staatskapelle spielt Bruckners Fünfte Sinfonie

Unter der Leitung einer 98 Jahre alten Legende: Staatskapelle spielt Bruckners Fünfte Sinfonie
Herbert Blomstedt dirigiert die Sächsische Staatskapelle vom 11. bis zum 13. Januar. Foto: Matthias Creutziger
Von: Cornelius de Haas
Erleben Sie Bruckners Fünfte Sinfonie unter Herbert Blomstedt in der Semperoper. Ein Konzert, das tief berührt und begeistert. Jetzt mehr erfahren!

Von Sonntag bist Dienstag dürfen sich Musikliebhaber in Dresden auf ein außergewöhnliches Erlebnis freuen: Unter der Leitung des renommierten Dirigenten Herbert Blomstedt erklingt Anton Bruckners Fünfte Sinfonie in B-Dur in der Semperoper. Während das Konzert am Sonntagvormittag bereits ausverkaut ist, sind für die Aufführungen am 12. und 13. Januar (jeweils 19 Uhr)  noch Karten zu haben. Für den schwedischen Maestro ist Bruckner »der größte Symphoniker seit Beethoven«, und sein leidenschaftliches Engagement für das Werk wird an diesem Abend einmal mehr spürbar sein.

Die Uraufführung der Fünften fand erst 1894 in Graz statt, 16 Jahre nach ihrer Komposition. Zu diesem Zeitpunkt war Bruckner bereits schwer erkrankt und konnte nicht selbst anwesend sein. Diese Sinfonie erhebt sich somit als die einzige, die er nie zu hören bekam, was ihr eine besondere Tragik verleiht.

Herbert Blomstedt, der 98-jährige Ehrendirigent der Sächsischen Staatskapelle, bringt eine Demut und Klarheit in seine Interpretation der Werke, die von vielen als Referenz angesehen werden. Seine Bruckner-Deutungen sind frei von übertriebenem Pathos und zeichnen sich durch eine geistige Strenge und innere Ruhe aus.

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In Bruckners Fünfter Sinfonie, die der Komponist selbst als seine »kontrapunktisch gewagteste« bezeichnet hat, zeigt sich ein außergewöhnlicher Wille zur Form. Diese Sinfonie stellt hohe Anforderungen an Musiker und Hörer, offenbart sich jedoch zugleich mit schlichter Größe. Insbesondere das Finale mit einem grandiosen Fugato wird für viele Zuhörer als Höhepunkt des Konzerts erlebbar sein.

Die Verbindung zwischen Herbert Blomstedt und der Sächsischen Staatskapelle reicht über ein halbes Jahrhundert zurück. Von 1975 bis 1985 war er Chefdirigent des Orchesters und prägte maßgeblich dessen künstlerisches Profil. Neben den großen Werken von Wagner und Strauss dirigierte er auch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, was die Vielfalt des Repertoires und die künstlerische Tiefe der Staatskapelle nachhaltig förderte.

Das Konzert in der Semperoper zeigt nicht nur Bruckners beeindruckende Komposition, sondern auch die außergewöhnliche Geschichte der Zusammenarbeit zwischen Blomstedt und der Staatskapelle, die seit seiner Ernennung zum Ehrendirigenten im Jahr 2016 weiterhin lebt.

Karten für das Konzert sind in der Schinkelwache am Theaterplatz (T +49 (0)351 4911 705) oder online unter www.staatskapelle-dresden.de erhältlich.
Eine Konzerteinführung findet jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn im Opernkeller der Semperoper statt.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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