Von Sonntag bist Dienstag dürfen sich Musikliebhaber in Dresden auf ein außergewöhnliches Erlebnis freuen: Unter der Leitung des renommierten Dirigenten Herbert Blomstedt erklingt Anton Bruckners Fünfte Sinfonie in B-Dur in der Semperoper. Während das Konzert am Sonntagvormittag bereits ausverkaut ist, sind für die Aufführungen am 12. und 13. Januar (jeweils 19 Uhr) noch Karten zu haben. Für den schwedischen Maestro ist Bruckner »der größte Symphoniker seit Beethoven«, und sein leidenschaftliches Engagement für das Werk wird an diesem Abend einmal mehr spürbar sein.
Die Uraufführung der Fünften fand erst 1894 in Graz statt, 16 Jahre nach ihrer Komposition. Zu diesem Zeitpunkt war Bruckner bereits schwer erkrankt und konnte nicht selbst anwesend sein. Diese Sinfonie erhebt sich somit als die einzige, die er nie zu hören bekam, was ihr eine besondere Tragik verleiht.
Herbert Blomstedt, der 98-jährige Ehrendirigent der Sächsischen Staatskapelle, bringt eine Demut und Klarheit in seine Interpretation der Werke, die von vielen als Referenz angesehen werden. Seine Bruckner-Deutungen sind frei von übertriebenem Pathos und zeichnen sich durch eine geistige Strenge und innere Ruhe aus.