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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Sächsische Linke über Hass und Bedrohungen besorgt

Die Führungsspitze der Linken in Sachsen ist besorgt über Drohungen und Gewalt gegen politisch Andersdenkende. «Wir verurteilen die jüngsten Formen verbaler und tätlicher Gewalt aufs Schärfste. Wir möchten uns an dieser Stelle auch für die parteiübergreifende Solidarität bedanken», erklärten die beiden Landesvorsitzenden Susanne Schaper und Stefan Hartmann am Mittwoch in Dresden. Der Mord an Walter Lübcke habe gezeigt, dass aus Worten Taten werden können. Das gelte für individuelle Morddrohungen genauso wie für Gewaltaufrufe etwa gegen Grünen unlängst in Sachsen.

Am vergangenen Wochenende hatte es in Freiberg eine Morddrohung gegen Linke-Stadträtin Jana Pinka gegeben. Nach Angaben der Linken wurde in Leipzig zudem der Wagen eines Parteilosen angezündet, der für die Linken zur Bundestagswahl im Wahlkreis Nordsachsen kandidierte und sein Auto entsprechend beklebt hatte. Bereits im Mai hätten zwei Neonazis Parteimitglieder in Leipzig bedroht, hieß es. Im Juni seien die Scheiben des Parteibüros in Sebnitz eingeworfen worden. Zudem wurden weitere Vorfälle aus den beiden Vorjahren aufgelistet.

«Hassbotschaften drohen sich zu normalisieren. Während Drohungen im öffentlichen Raum oft noch größere Aufmerksamkeit bekommen, gehören Hetze, Beleidigungen und Drohungen im Netz leider zum Alltag vieler gesellschaftlich und politisch Engagierter», hieß es. Vielen Menschen fehle oft die Kraft und Zeit, sich dagegen zu wehren: «Nicht wenige dürften sich deshalb zurückziehen – letztlich zum Schaden von allen, denn unsere Gesellschaft lebt davon, dass Menschen sich einbringen.»

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH