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Revision zurückgezogen: Urteile sind rechtskräftig

Das Landgericht in Dresden. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild
Das Landgericht in Dresden. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild

Die Urteile des Landgerichts Dresden gegen zwei Männer, die sich im Sommer 2020 ein illegales Autorennen mit tödlichem Ausgang für ein Kind lieferten, sind rechtskräftig. Nach Angaben eines Gerichtssprechers vom Freitag zog der Hauptangeklagte seine Revision zurück. Der 32-Jährige ist seit dem Unfall in Untersuchungshaft. Der andere Beteiligte, der auf freiem Fuß ist, hatte den Richterspruch akzeptiert.

Die beiden Syrer sind damit wegen verbotenen Autorennens mit Todesfolge verurteilt - der Fahrer des Unfallwagens zu drei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe, der Fahrer des anderen Autos zwei Jahre auf Bewährung. Die Richter sahen es am 14. Juni als erwiesen an, dass sich die Männer am Abend des 22. August 2020 ein Wettrennen geliefert hatten. Sie hatten das bestritten, vor Gericht dann aber zumindest die Raserei zugegeben.

Nach Überzeugung der Strafkammer fuhren sie gezielt mit überhöhter Geschwindigkeit Richtung Innenstadt. Das Auto des Älteren erfasste ein Kind. Der syrische Junge, der auf dem Weg nach Hause war, wurde durch die Luft gegen die Scheibe eines Wartehäuschens geschleudert und schwer verletzt. Er starb an der Unfallstelle.

Raserei und illegale Straßenrennen gelten in Deutschland seit 2017 als Straftat.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH