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Sachsen sucht Unternehmen für Weiterbau der Pannen-JVA

Sachsen sucht Unternehmen für Weiterbau der Pannen-JVA
Blick auf die ruhende Baustelle der zukünftigen JVA Zwickau-Marienthal. (Archivbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Von: DieSachsen News
Nach Baustopp und Kostenexplosion sucht Sachsen ein Unternehmen, das das neue Großgefängnis in Zwickau zu Ende baut. Wer wagt sich an das Pannenprojekt?

Für den pannengeplagten Gefängnisneubau in Zwickau sucht das Land Sachsen einen sogenannten Totalunternehmer, der den Bau zu Ende bringt. Dabei liegen Planung und Bauausführung in einer Hand. Die europaweite Bekanntmachung wurde nun veröffentlicht. Die Vergabe erfolge in zwei Stufen, informierte der Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement.

Zunächst könnten sich interessierte Unternehmen bewerben, im zweiten Schritt gebe es dann mehrere Verhandlungsrunden bis zum finalen Angebot der Bieter. Der Zuschlag soll spätestens im 1. Quartal 2027 erteilt werden. 

Der Gefängnisneubau mit 820 Haftplätzen ist ein gemeinsames Projekt der Länder Sachsen und Thüringen. Die Bauarbeiten ruhen jedoch, nachdem es zu erheblichen Baumängeln gekommen ist und sich der Staatsbetrieb mit dem bisherigen Generalplaner überworfen hat. Der neue Zeitplan sieht vor, den Bau bis 2029 fertigzustellen und die Justizvollzugsanstalt Anfang 2030 regulär in Betrieb zu nehmen. Die Kosten wurden zuletzt auf bis zu 500 Millionen Euro veranschlagt. Ursprünglich war von 150 Millionen Euro ausgegangen worden.

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