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Prozess gegen Schleuser wegen versuchten Mordes beginnt

Vor einem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. / Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild
Vor einem Landgericht hält eine Statue der Justitia eine Waagschale. / Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Nach Stopp eines Transporters voller eingeschlossener Menschen im Oktober 2021 unweit des Bahnhofs in Görlitz kommt ab Montag der mutmaßliche Schleuser vor Gericht. Der Mechaniker aus der Ukraine muss sich vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Görlitz verantworten. Dem 23-Jährigen wird laut Mitteilung vom Freitag vorgeworfen, 27 Syrer, Iraker und Türken illegal nach Deutschland gebracht zu haben - strafrechtlich wertet die Anklage das als versuchten Mord und Schleusen von Ausländern.

Als die Bundespolizei die Tour beendete, waren die Frauen, Männer und vier Kinder zwischen zehn und 13 Jahren dehydriert, eines davon hatte Atemnot. Nach Angaben des Gerichts ließ sich die Tür des Wagens von innen nicht öffnen und es gab weder Klappen noch Fenster. Der vereinbarte Lohn für den 23-Jährigen: 400 Zloty. Der Mann ist in Untersuchungshaft, seine Auftraggeber sind unbekannt. Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage geplant.

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