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Prozess gegen mutmaßliche Linksextremisten in Dresden

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild
Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

In Sachsen gibt es neben der wiederbelebten Soko Rex auch eine Soko LinX. Die ist angesichts zunehmender Gewalt aus dieser Richtung immer stärker gefordert - nun gibt es den ersten Prozess von größerer Bedeutung in diesem Bereich.

Eine Gruppe der linksextremistischen Leipziger Szene soll gezielt Personen aus der rechten Szene attackiert, brutal zusammengeschlagen und teils lebensgefährlich verletzt haben. Heute (10.00 Uhr) beginnt am Oberlandesgericht (OLG) Dresden der Prozess gegen eine Frau und drei Männer, sie sind wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Die Bundesanwaltschaft hält die Leipziger Studentin für die Anführerin der noch größeren militanten Gruppe, die für mehrere Überfälle zwischen 2018 und 2020 in Sachsen und Thüringen verantwortlich sein soll.

Ihr und zwei Mitangeklagten werden zudem gefährliche Körperverletzung, besonders schwerer Landfriedensbruch sowie Sachbeschädigung vorgeworfen, einem nur Sachbeschädigung und Urkundenfälschung. Neben Lina E. müssen sich zwei 26-Jährige aus Leipzig und Berlin sowie ein 36-Jähriger aus Leipzig vor dem Staatsschutzsenat verantworten, die auf freiem Fuß sind.

Für den Prozess in dem für Terrorverfahren eingerichteten Hochsicherheitssaal des OLG sind Verhandlungstermine bis Weihnachten anberaumt - und Zusatztermine darüber hinaus. Es gibt großes Medieninteresse, akkreditiert sind rund 100 Medienvertreter. Der Senat hat bisher 48 Zeugen und drei Sachverständige geladen, die ersten sollen schon nach der Anklageverlesung gehört werden.

Linke Initiativen haben zu einer Solidaritätskundgebung vor dem Gebäude aufgerufen, sie kritisieren das Verfahren als «politischen Prozess» und fordern die Freilassung der Angeklagten.

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH